Claudia Fink

In ihren Werken wechselt Gegenständliches mit Abstraktem, schwerer Beton mit federleichtem Papier. Die Künstlerin möchte sich auf kein bestimmtes Genre, keine Materialien oder Techniken festlegen – dafür experimentiert sie viel zu gerne. Für ihre plastischen Arbeiten lässt sich die akademische Bildhauerin vor allem von Menschen und ihren kleinen Schwächen inspirieren. Gelegentlich überträgt sie ihre eigene künstlerische Korsettfreiheit geradewegs auf den Leib von Figuren: Vielen ihrer Werke sieht man die Sinnenlust an. Die Malerin Claudia Fink hält flüchtige Momente und Stimmungen fest, etwa in den monochromen Aktbildern auf Collagen aus Zeitungspapier. Den Kontrast dazu bilden Farblandschaften oder vielfarbige Motive aus Flora und Fauna. Ein Thema, das sie seit Langem nicht mehr loslässt, ist das Meer mit seinen mannigfachen Blau- und Grüntönen. Claudia Fink ist offen für Neues und schätzt den Wechsel in der Beständigkeit. Vielleicht gehört deshalb das Chamäleon zu den wiederkehrenden Motiven im kreativen Kosmos der Künstlerin.

Text: Barbara Kwacsik